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„Einfach ein besseres Raumgefühl“

Bereits seit Generationen ist der elterliche Hof im niederbayrischen Mengkofen im Besitz von Christians Familie. Jetzt hat Christian, gemeinsam mit Lebensgefährtin Tanja, den Hof übernommen und für die nächste Generation saniert. Da die Wohnräume klimaeffizient und entsprechend stark isoliert sind, war es für Christian und Tanja besonders wichtig, in den Innenräumen auf emissionsarme Bauprodukte zu achten.

 

„Wir wollen den Hof für die Familie nutzen, hier will ich unsere Kinder aufwachsen sehen“, sagt Christian. Der handwerklich begabte junge Mann hat bei der Sanierung des Anwesens viel selbst Hand angelegt und auch in Eigenregie geplant. „Den Feinschliff, vor allem bei Küche und Esszimmer, haben wir zusammen gemacht“, ergänzt Tanja und führt durch die großzügigen, frisch renovierten Räume. Viehwirtschaft gibt es hier heute keine mehr, aber einige Hühner rennen zwischen den Gebäuden umher und hinterm Haus stehen noch ein paar weitere Mitbewohner des Hofs: „Der Esel war schon immer ein Traum von mir – und dann kam noch das Pony dazu“, erzählt Tanja.

„Da alles so stark isoliert ist, war es mir wichtig, dass wir Baustoffe verwenden, die relativ schadstoffarm sind, weil man eben den Luftaustausch nicht mehr hat“, so Christian. Deshalb haben sich die beiden zum Beispiel im gesamten Haus für schadstoffarme Türen entschieden. Das können beispielsweise Türen mit hohem Glasanteil sein, da Glas wenig organische Stoffe beinhaltet. Prinzipiell gilt es zu bedenken, dass der Einfluss von Emissionen auf das Innenraumklima – seien es Türen oder andere Baustoffe – in dem Maße abnimmt, je geringer der Flächenanteil am gesamten Raum ist. Zudem hat sich das Paar für Natursteinmauern im Innenbereich entschieden: „Ein Naturstein hat von Haus aus wenig Schadstoffe, weil im Stein wenig organische Stoffe vorhanden sind“, weiß Christian.

Außerdem haben die beiden Fliesen verbaut, die nicht nur schadstoffarm, sondern vor allem auch pflegeleicht und hygienisch sind. „Gesundheit spielt für uns eine große Rolle und da muss der Wohnraum natürlich auch gesund gestaltet sein“, sagt Tanja. Dabei sei es gar nicht so einfach, aus dem großen Angebot an Baustoffen die baugesunden Produkte herauszufiltern. „Wir hatten das Glück, dass wir einen guten Partner an unserer Seite hatten; der hat uns da gut durchgeholfen“, erzählt Christian, der inzwischen weiß, dass es nicht ausreicht, wenn einzelne Bauprodukte als „unbedenklich“ eingestuft werden. Vielmehr komme es auf ein durchgängiges, ganzheitliches Konzept mit schadstoffarmen und aufeinander abgestimmten Bauprodukten an.

Bei ihrem Rundgang sind die beiden jungen Bauherren im zukünftigen Schlafzimmer angekommen. Es befindet sich direkt unterm Dach und ist noch im Rohbau-Zustand. „Wir würden gerne eine Seite des Dachs anheben, damit wir den schönen Blick genießen können“, schwärmt Tanja jetzt schon. „Verbauen werden wir hier eine schadstoffarme Dämmung, ebenso wie wir auch bei allen anderen Baustoffen, z. B. bei den Farben, darauf schauen, dass sie schadstoffarm sind. Außerdem denken wir noch über eine Klimadecke nach; wir sind hier ja auf dem Dachboden und im Sommer ist es da sehr warm – eine Klimadecke bringt hier einfach ein besseres Raumgefühl“, erläutert Christian. Bei einer Klimadecke werden Rohrleitungen oberflächennah in die Decke eingebaut, selbst Dachschrägen stellen kein Hindernis dar. Je nach Bedarf kann die Klimadecke dann den Raum temperieren, sprich: kühlen oder erwärmen.

Das junge Paar freut sich sichtlich auf das neue Zuhause. Vor allem aber fiebern die beiden der Zeit entgegen, in der die Arbeit dann weniger wird und das normale Leben ohne Baustellen einzieht. Christian: „Man ist einfach froh, schaut sich um und sagt sich: Wir haben alles geschafft und viel geleistet … jetzt ist alles fertig.“

 

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