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Mit finanziellen Fördermitteln wohngesund bauen und sanieren. So geht’s!

Gesundes Bauen kann finanziell gefördert werden. Entscheidend ist, dass das Bauvorhaben die richtigen Voraussetzungen erfüllt. Lesen Sie in unserem Blogbeitrag, wie Sie sich Fördermittel sichern.

Ob mit Zuschüssen oder einem zinsgünstigen Kredit – bei der Finanzierung Ihres Neubaus oder der Modernisierung Ihres Hauses kann Sie der Staat unterstützen. Dabei lassen sich förderfähige Bauvorhaben – wie z. B. die Erhöhung der Energieeffizienz – meistens problemlos wohngesund realisieren. Das lohnt sich doppelt: Das Wohnraumklima in den eigenen vier Wänden verbessert sich nachweislich, gleichzeitig profitieren Sie finanziell.

 

Fahrplan für die Förderung Ihres Bauprojekts

Bund, Länder und Gemeinden bieten eine Vielzahl an Förderprogrammen an, um Privatpersonen in ihrem Bauvorhaben zu unterstützen. In der Regel werden zinsgünstige Darlehen und Zuschüsse gewährt. Voraussetzung für eine mögliche Förderung ist ein fristgerecht eingereichter Antrag, die fachgerechte Umsetzung und die Einhaltung der jeweiligen Förderkriterien. Welche Schritte beachtet werden müssen, damit Fördermittel bei der Bau- oder Sanierungsfinanzierung fließen, zeigt unser Überblick:

1. Fördercheck

Fördermittel und Zuschüsse werden beispielsweise für energieeffizientes Bauen oder Modernisieren gewährt, für altersgerechte Umbau­maßnahmen oder für die Umstellung auf erneuerbare Energien. Familien, die nach dem 01.01.2018 gebaut haben, können Baukindergeld beantragen.

  • Vor allem mit einer Förderung der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) sichern Sie sich finanzielle Vorteile für Ihr wohngesundes Zuhause. Ganz gleich, ob Sie ein altes Gebäude energieeffizient sanieren oder vorausschauende Baumaßnahmen für das Alter vornehmen, die staatliche Förderbank bietet für eine Vielzahl an Baumaßnahmen passende Förderprogramme. Die wichtigsten haben wir hier für Sie zusammengestellt.
  • Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) fördert die Nutzung erneuerbarer Energien für die Wärmeerzeugung. Fördermittel und Zuschüsse werden sowohl für energetische Modernisierungen als auch für den Neubau vergeben (z. B. bei Umstellung auf Solarthermie, Optimierung der Heizungsanlage oder beim Einbau energieeffizienter Wärmepumpen).
  • Darüber hinaus können Sie unter bestimmten Voraussetzungen bei der Umsetzung Ihres wohngesunden Bauprojekts auch von den Förderprogrammen Ihres Bundeslandes profitieren. Für die Vergabe sind in den meisten Fällen die Landesbanken zuständig.

 

Schon gewusst?

› Wohngesundes Bauen lässt sich besonders gut mit energieeffizientem Bauen vereinbaren.

› Wer Baumaßnahmen zur Energiereduzierung mit emissionsarmen Baumaterialien umsetzt, wird gleich mehrfach belohnt: Das Wohnraumklima in den eigenen vier Wänden verbessert sich nachweislich. Gleichzeitig können Sie von einer KfW-Förderung und langfristig gesenkten Energiekosten profitieren.

› Viele Förderprogramme sind kombinierbar.

Beispielrechnung

Einbau wohngesunder Fenster
nach KfW 152, 430

Austausch von Fenstern € 25.000,–
Förderfähige Summe € 25.000,–

Förderungsmöglichkeiten
10 % Zuschuss in Höhe von € 2.500,– oder zinsgünstiges Darlehen in Höhe von € 25.000,– und € 1.875,– einmaligem Tilgungszuschuss!

Lohnt sich! Förderfähige Baumaßnahmen wohngesund realisieren:

› Wärmedämmung von Wänden, Dachflächen und Geschossdecken

› Austausch von Fenstern, Dachflächenfenstern und Außentüren

2. Planen Sie Ihr Vorhaben genau

Berücksichtigen Sie bauliche, ästhetische und energetische Ziele und ziehen Sie die Vorteile des wohngesunden Bauens und Sanierens mit ein. Damit sichern Sie sich langfristigen Wohnkomfort, gesundes Raumklima und den Werterhalt Ihres Gebäudes.

3. Timing

Beachten Sie unbedingt den Zeitpunkt der Antragsstellung, kann er doch über die Gewährung einer Förderung entscheiden. Werden Antragsfristen versäumt, ist das Recht auf einen Förderzuschuss womöglich verwirkt. Das gleiche kann gelten, wenn eine bauliche Maßnahme zu früh oder zu spät umgesetzt wird. So darf in manchen Fällen mit dem Bau oder der Sanierung erst begonnen werden, wenn der Antrag genehmigt wurde.

Tipp: In den meisten Fällen müssen Anträge vor Beginn einer baulichen Maßnahme gestellt werden. In einigen Förderprogrammen ist die fachliche Begutachtung eines Sachverständigen einzubeziehen (z. B. eines Energieeffizienz-Experte für die KfW-Programme 151, 152 und 430 oder eines Heizungsinstallateur für BAFA-Programme).

4. Konditionen

Ermitteln Sie die Fördersumme unter Berücksichtigung aller Faktoren. Erörtern Sie auch die Konditionen der Förderung (bei Krediten z. B. Laufzeit, Zinssätze, Tilgung, Sicherheiten, Auszahlbedingungen) sowie die Möglichkeiten der Kombinierbarkeit mit anderen Förderprogrammen oder Zuschüssen. Konsultieren Sie ggf. einen Experten/ Berater.

Tipp: Im Internet werden Fördermittelabfragen für Neubau und Modernisierungen angeboten. So können Sie schnell herausfinden, welche Fördergelder Ihnen in Form von Zuschüssen oder zinsgünstigen Darlehen in Ihrer Region zustehen.

5. Energetisches Gutachten

Sofern Sie ein Förderprogramm der KfW in Anspruch nehmen möchten, verlangt dies in der Regel, dass ein qualifizierter „Experte für Energieeffizienz“ an der energiesparenden Baumaßnahme oder der energetischen Sanierung beteiligt wird. Der Sachverständige bestätigt, dass die geplanten Maßnahmen nach den Regeln der KfW förderfähig sind. Erst mit dieser Bestätigung können Sie den Antrag stellen.

6. Förderantrag

Stellen Sie zunächst fest, wer Anträge für das Förderprogramm stellen darf (mitunter können Fördermittel nur über ein Bankinstitut beantragt werden). Füllen Sie die erforderlichen Anträge aus und reichen Sie sie mitsamt den notwendigen Dokumenten bei den Förderinstituten ein. Achten Sie unbedingt auf die Einhaltung der Fristen.

7. Materialauswahl

Für ein langfristig wohngesundes Zuhause ist es wichtig, die richtigen Baustoffe zu wählen. Verwenden Sie daher nur Baustoffe und Bausysteme, die nachweislich emissionsarm sind. Sie belasten die Wohninnenräume nicht und liegen preislich nicht höher als konventionelle Baustoffe. Fachhändler, die sich mit Wohngesundheit auskennen, unterstützen Sie bei der Auswahl und zeigen schadstofffreie Produktmöglichkeiten auf. Achten Sie bei der Materialauswahl unbedingt auf eine baugesunde Kennzeichnung, z. B. als „wohn-“ oder „baugesund“.

8. Umsetzung des Bauprojekts

Lassen Sie die Baumaßnahme von einem Fachbetrieb durchführen und holen Sie die entsprechende Fachunternehmererklärung des ausführenden Unternehmens ein. Bewahren Sie sämtliche Rechnungsbelege als Nachweis auf. Die Umsetzung durch einen Fachbetrieb ist bei den meisten Kreditanstalten Voraussetzung für die Bewilligung der Förderung.

9. Abschlussbestätigung

Lassen Sie die energetische Qualität des Neu- oder Umbaus nach Durchführung des Bauprojekts durch einen zugelassenen Sachverständigen prüfen, sofern Ihr Förderprogramm eine zweite energetische Prüfung zur Gewährung der Fördermittel voraussetzt. Sie erhalten abschließend die Bestätigung zur Auszahlung der Fördermittel.

10. Nachweisverfahren und Auszahlung der Fördermittel

Je nachdem, welches Förderprogramm Sie in Anspruch genommen haben, kann es sein, dass Sie die Auszahlung der Förderung erst nach Abschluss des Neu- oder Umbaus erhalten. Erst jetzt können Sie nachweisen, dass Sie die Vorgaben des Programms eingehalten haben, und aufzeigen, welche Kosten entstanden sind. Berücksichtigen Sie also, dass zwischen Einreichen der letzten Unterlagen und der Auszahlung ggf. einige Wochen vergehen können.

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